INBRED

Eine Gruppe verhaltensauffälliger Jugendlicher wird zu persönlichkeitsbildender Teamarbeit verdonnert und mit zwei Erziehern ins ländliche Yorkshire gekarrt. Klar, dass die Kids von dieser Maßnahme wenig begeistert sind, erst recht nicht, wenn sie dafür am Arsch der Welt festsitzen. Die ebendort lebenden Hinterwäldler verstehen sich aber sehr wohl zu amüsieren, wie die Kids bald merken. Leider ist ihre Auffassung von Spaß eine ganz eigene! Unversehens finden sich die urbanen Problemfälle als Hauptattraktion einer perversen Varieté-Show wieder, deren blutigen Höhepunkt sie wohl kaum überleben dürften …

Alex Chandon gehört mittlerweile schon zum Urgestein der britischen Indie-Horror-Szene. Seine Kurzfilme DRILLBIT und BAD KARMA traten vor zwanzig Jahren die erste große Welle des hausgemachten Insel-Splatters los, und mit INBRED liefert er den Beweis, dass es auch jenseits von Amerika gut gemachte Backwood-Schocker geben kann. Chandon kreuzt unbekümmert die grimmige Atmosphäre der texanischen Kettensägermassaker mit der absurden Überdrehtheit von 2000 MANIACS und kredenzt dem geneigten Fan ein überaus blutiges und dennoch brüllend komisches Horror-Schlachtfest.

Ich habe gestern Nacht den Film mit zwei alten, guten Freunden gesehen. Wirklich hervoragende Arbeit die da abgeliefert wurde. Blutig, brutal und witzig. Für jeden Horrorfilmfan ein MUST SEE.
Bin gespannt auf die dt. Syncro, der Film wird auf DVD seinen Weg in mein Regal finden.


Shura